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Kurzer und gemeinfasslicher Unterricht in der Naturgeschichte der nützlichsten einheimischen Waldbäume ... / Karl Kasthofer
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feiler liefern kann/ wenn er große Waldflächen kahlabholzt/ als wenn er Dunkel- oder BesaamungS-schläge führen müßte. Klüsen und Rysen, die imGebirg in Hol; erbaut werden/ um die Flößbächeaufzustauen oder um das Holz zur Flößung zu brin-gen/ dauern nur wenige Jahre/ und der Unternehmersolcher Holzschläge und Flößungen muß also trach-ten/ alles Holz im nahen Bereich seiner Bauten inkurzer Zeit zu fällen und an die Orte des Absatzeszu bringen; er wird also den Kahlschlügen den Vor-zug vor den Dunkelschlägcn geben/ und nie geneigtsein/ auf die Wiederbesaamung des Waldbodens zuwarten/ welche der Zweck dieser letzteren Schlag-methode ist.

Die Nachtheile dieser Plenterwirthschaft würdenvermieden, die Vortheile derselben gesichert werden/wenn sie in die regelmäßigen Dunkel- oder Besaa-mungsschläge übergehen würde, die oben im §. 4beschrieben worden sind.

Im Hochgcbirg und überhaupt in allen mit demWeidrecht belasteten Waldungen werden die Weid-bercchtigten/ also auch die Gemeinden, welche zu-gleich Waldbcsitzer sind, der Plenterwirthschaft denVorzug, vor jedem regelmäßigen Forstbetrieb geben,der dicht geschlossene junge Bestände an Platz der mitvielen Blößen durchschnittenen alten Wälder anzu-ziehen bezweckt. Werden Kahlschlüge geführt und dieabgeholzten Flächen mit dem Weidbann gelegt, sowerden die Weidberechtigten auch gegen diese Art derSchlagführung Einsprache erheben.