Buch 
Kurzer und gemeinfasslicher Unterricht in der Naturgeschichte der nützlichsten einheimischen Waldbäume ... / Karl Kasthofer
Entstehung
Seite
89
JPEG-Download
 

89

den Zwischenräumen der Oberhölzer von diesen unter-drückt wird/ da müssen sie vermindert, wo die Preiseder Bau- und Nutzhölzer hoch sind, da würden dieOberhölzer in größerer Menge angezogen werden. DieLärchtanne schadet durch ihre Trauffe und Beschattungals Oberholz dem Unterholz wenig, eben so wenigdie italienische Pappel. Auch die Ulme kann mitVortheil als Obcrholz im Niederwald angezogenwerden, insonderheit wenn mit Verschonung ihresGipfels die tiefer aus dem Stamm treibenden Zweigevon Zeit zu Zeit, von vier zu vier Jahren z. B.,gehauen werden. Die Eiche, die Esche, der Berg-ahorn und die mit diesem verwandte Lenne oder derSpitzahorn schaden dem Unterwuchs durch ihre Trauffeund Beschattung viel weniger als die Buche und dieLinde, als die Rothtanne und Wcißtanne, wenndiese als Oberholz zwischen dem Unterholz in dieHöhe wachsen. Wo zu viel Oberholz im Niederwaldsieht, so daß der Stock- und WurzclauSschlag schlech-ter wird, da wird ein solcher Mittelwald einenschlechtern Ertrag geben als ein gut bestandenerHochwald und als ein gut behandelter mit passendenHolzarten bestandener reiner Niederwald.

Die Buche bildet in der Schweiz überall, woNiederwälder oder wo Mittelwälder vorkommen ebenso wie in den Laubholzhochwäldern, die herrschendeHolzart, weil sie, wie oben bemerkt, sich leichterdurch die natürliche Verjüngung fortpflanzt, alsjene in diesem §. benannten Laubholzbäume: dennochist sie für diesen Betrieb viel weniger Vortheilhaft