§. 24 .
Der Mittelwaldbetrieb.
Wenn in den Niederwäldern/ wie sie oben be-schrieben worden- eine gewisse Anzahl von Stämmen-hundert auf der Juchart z. B.- gleichmäßig vertheilt-mit dem Holzbau verschont werden- um sie zu Bau-hölzern- zu Wagner- und Tischlerhol; tüchtig werdenzu lassen und um zugleich dereinst ihre Saamcn oderFrüchte zur Wiederbesaamung des Waldes an Platzder vor Alter ausgehenden Stöcke und als Lebens-rnittel für Menschen und Vieh zu gewinnen- soheißen diese bei dem Hieb verschonten StämmeOberhölzer- und die Niederwälder - in welchen sieerzogen werden- erhalten dann den Namen Mittel-wälder.
Es kann nicht im Allgemeinen bestimmt werden-wie viele dieser Oberhölzer auf einer Juchart zwischenden Stock- und Wurzelausschlägen verschont werdcn-und zu großen Bäumen erzogen werden müssen- nochkann festgesetzt werden- in welchem Verhältniß dieStämme verschiedncn Alters vorkommen sollen. Dieeine Baumart gibt einen dunkler» Schatten und eineschädlichere Trauffe als die andere, und die einenHolzarten leiden mit ihrem Stockausschlag von dieserBeschattung und Trauffe mehr als die andern. AufSchattseiten der Berge und auf feuchtem und schwe«rem Boden sollen weniger stehen als auf den Sonn-seiten und auf trockenem und hitzigem Boden- undwo überhaupt der Stock- und Wurzelausschlag in