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Boden, wo die Waldpflanzung vor sich gehen soll,zu spät wegschmilzt, und daß dann die Pflänzlinge,die in dep Tiefe der Thäler ausgehoben werden, schonin Blätter ausgeschlagcn sind, wenn sie erst nachdem Schmelz de§ Schnees auf den Berghohen ge-pflanzt werden. Aus diesem Grunde ist es gut,Pflanzschulen auf den Berghohen selbst anzulegen,wenn hier große Pflanzungen zu machen sind. Pflänz-linge, die in milden Thalgründen auferzogen worden,verderben leichter, wenn sie an rauhe Orte des Hoch-gebirgS verpflanzt werden, so wie umgekehrt Pflänz-linge im rauhen Gebirg ausgehoben, nicht leicht ge«deihen, wenn sie in milde Thäler versetzt werden.
Auch im Sommer, kurz ehe der Augstentricb ein-trittet, gedeihen die Pflänzlinge oft gut, besonderswenn bald nach der Pflanzung reichlich Regen fällt,und wenn dieselben hinreichend begossen werden kön-nen. Ehe die Knospen der Pflänzlinge aufbrechen,ist in der Regel die beste Zeit der Frühjahrspflanzung;ist der Pflänzling schon belaubt, so erschöpft er sichzu sehr durch Ausdünstung aus den Blättern undkann dann nicht durch Anziehung der Nahrungssäfteaus dem Boden sich erholen, weil eben seine Wur-zeln sich neu entwickeln müssen, da sie bei dem AuS«heben des Pflänzlings meistens verkürzt und beschnit-ten werden. Wie gesagt, macht die Pflanzung kurzvor der Bildung des AugstentriebeS unter günstigenWitterungsumständcn Ausnahmen von dieser Regel.
. . . Bei den Nadelhölzern, die immer belaubt sind,wird die Verpflanzung immer am sichersten vorge-