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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Vorn Farben der Wolle rc.

schern bekannt sind. Was ihnen aber diese Be»nennkng bey den Färbern erworben hat, kommtdarauf an, daß sie vermöge der Natur derJngrcdientien, aus denen sie bestehen, derGrund sind, auf den alle übrige, von was fürArt sie seyn mögen, beruhen. Diese Abtheilungder Farben, und der Begrif, den ich davon gebenwill, ist auch den verschiedenen Arten der Fär-berei), als Seide, Zwirns rc. gemein; ich kannmich also nicht entziehen, diese Ordnung eben-falls zu beobachten, welche aus dem Grunde derMaterie selbst, die ich abhandeln will, herge-holet ist.

Man zählet fünf Hauptfarbcn (*): Blair,Roth, Gelb, Braun oder Wurzelfarbe, undSchwarz. Jede dieser Farben kann eine sehrgroße Menge Schatrirungen von der hellsten biszur tiefsten geben, und die Verbindung, zweyeroder mehrerer Schattirungcn geben alle Farben,die in der Natur sind. Durch Ingrediemicn,die für sich gar nicht färben, z. E. saüre Salze,Laugcnsalze, vitriolische Salze, Kalk, Hartr,Arsenik, Alaun u. s. f. werden oft j die Farbendunkler oder Heller gemacht und sehr merklichverändert (**); und bey den meisten Farben wird

die

1") Man nimmt eigentlich nur vier Hauptfarben an, dieBlaue, Rothe, Gelbe und Schwarze, die Braune istzusammengesetzt aus roth und schwarz — Piolett aaSroth und blau — Keuerrolh aus roth und gelb --Grün aus blau und gelb u s. w.is") Die Erfahrung lehret, daß alle rothe Farben LurchSäuren erhöhet, und durch Laugensalze verdunkelt wer-de«» —