Buch 
Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
Seite
17
JPEG-Download
 

des Schlecht- und Schönfarbens rc. »7

dieser Innung betrift, ausführlichere Nachrichthaben, so kann man die Verordnungen selbstnachschlagen.

Wie man sich weder vermittelst der Nach.»i'chrcn verschiedener Färber, noch durch das Le.sen der alren Verordnungen zulänglich belehrenkonnte, was eigentlich die guten und schlechtenFarben von einander unterscheidet; so hat man,diese Absicht zu erhalten, den längsten undschwersten, aber zugleich den sichersten oder deneinzigen zuverlässigen Weg gehen müssen. Derverstorbene Herr du Fay, Mitglied der Königs.Akademie der Wissenschaften, den die Regierungerwählet, an der Vollkommenheit dieser Kunstzu arbeiten, hat in seiner Gegenwart mit allenFarben und mit allen Materien, die bey denFärbern gebräuchlich sind, färben lasten, sowohlwie man beym guten, als wie man beym schlcch.ten Färben verführet. Er hat sogar diejenigen,die zu Paris nicht gebräuchlich sind, aus andernLandschaften kommen lassen. Endlich hat erdie größte Menge der Materien, welche seinenGedanken nach beym Färben könnten gebrauchtwerden, gesammlet, und eine große Anzahl der-selben versuchet, ohne auf der Färber Vorurthei-le acht zu haben, die sie von dieser oder jener,guter oder schlimmer Beschaffenheit hakten.

Anfänglich hatte er seine Proben mit gcspon«ncner Wolle angestellt, aber in der Folge hat eres leichter befunden, sich Stücken weißes Zeu-ges zu bedienen, weil solche zu den Versuchen,die «r vorhatte, bequemer waren.

B

Um