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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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46 Von der Pastel- oder Waid - Küpe.

allgemein wären. Man breitet auch den Kalknicht eher aus , als bis die Küpe wohl gerührekist.

Nachdem man die Küpe wieder zugedeckt hat,thut man nach Ablauf dreyer Stunden eine Pro-be hinein, welche man eine Stunde lang völlighinein gesenkt läßt. Nach Ablauf dieser Zeitziehet man sie heraus, zu sehen, ob die Küpeim gehörigen Stande ist. In diesem Falle mußdie Probe grün seyn, indem sie heraus gezogenwird, und eine Minute darauf in der lmst blauwerden. Wenn die Küpe die Probe schön grünmacht, rühret man sie, und giebt ihr eine oderzwo Schaufeln voll Kalk, worauf man sie wie-der zudeckt.

Drey Stunden darauf rühret man sie, undbreitet darinnen so viel Kalk aus, als sie vonnö-then hat; nachgehends bedecket man sie wieder,und nach Ablauf anderthalbcr Stunde, wennsich die Küpe gesetzt Hat, thut man eine Probehinein, welche man erstlich nach einer Stundeheraus ziehet, um die Wirkung des Pastcl zu se-hen. Ist die Probe schön grün, und wird siean der Lust dunkelblau, so thut man noch eineandere Probe hinein, sich von der Wirkung derKüpe zu versichern. Findet man, daß diese Probegenugsam gcfärbet ist, so füllet man die Küpevollends mit warmen Wasser, oder, wo es sichthun läßt, mit alter Brühe von Färbcrröthe,und rühret sie. Urtheilet man alsdenn, die Küpehabe noch Kalk nöthig, so giebt man ihr nochso viel, als man nach dem Gerüche und der Ar°