Von der Paste!'oder Waid-Küpe. 6t
ein, rührte alles eine Viertelstunde lang mit derKrücke wohl untereinander, deckte zu, und ver-ordnete , sie eben so alle drey Stunden die Nachtdurch zu rühren. In diese kleine Küpe habe ichkein sauer Master gethan, wie einige Färberitzo pflegen, aber die Kleyen, welche ich vomAnfange hinein warf, vertraten diese Stelle,denn ste werden mit dem Bade selbst sauer.
Den folgenden Tag um 9 Uhr des Morgensfieng die Küpe an, ein kleines Geräusch oderPrasseln zu machen. Einige Färber drücken die-ses so aus: die Küpe wird taub Es entstundauch darauf eine Art Schaum mit kleinen Bläs-chen, wie vom Seifenwasser. Sie ward wohlgerühret, und ich warf anderthalbe Unzengelösch.tcn und gesiebten Kalk hinein, wodurch sich derSchaum vermehrte; der Geruch änderte sich einwenig, und ward stärker, daher ich urtheilte,ich hätte etwas mehr Waid hinein thun können.
Halb eilf Uhr bekam die Küpe einen stärkereKalkgeruch. Sie schäume« und prasselte einwenig. Ich hieng einen Wächter hinein, dernach Ablauf einer Stunde grünliche war, einenAugenblick darauf aber sehr hellblau ward. Manrührte sie darauf, und nach Aolauf einer Stun-de that ich den andern Wächter hinein, der aucheine Stunde darinnen blieb, grün herauskam,und dunkler blau ward, als das erste. Ich ur-theilte also, die Küpe sey nun im Stands, denIndiz anzunehmen.
Halb eins that ich zwo Unzen nicht zerlasse-«en, sondern wohl geriebenen, gesiebten und in
war-