Von der Art, blau zu färben. 12z
tritt sind; dieses Salz wird, wie alle Chymistenwissen, ein Laugensalz werden, so bald man dieSäure davon vertrieben hat. Wenn man alsoden Alaun und rohen Weinstein mit einander ko-chen läßt, so empfinden die Fasern des Zeuges,den man färben will, eine Wirkung von demersten dieser Salze, das ein wenig ätzend ist,und der Weinstein wird durch selbiges gcreiniget,und anstatt, daß es zuvor grob und unreinlichwar, wird es vermittelst der wenigen Erde, diesich vom Alaun absondert, rein und durchsichtig.Diese Erde thut bey dem Weinsteine ohngefähreben die Wirkung, wie die Erde von Merviels,der man sich zu Montpelier bedient, den Lremorlartari zu verfertigen.
Es kann sich auch zutragen, welches sogarwahrscheinlich ist, daß die Vitriolsäure desAlauns einen Theil der Pflanzensäure des Wein-steins fortjaget, woraus denn ein Tartarus vi-triolatus entstehet, der so hart und durchsichtigist, als die Krystallen von Weinstein. Manmag nun von beyden, welches man will, zumvoraus setzen, so entstehet doch allezeit darausin den eröffnenden Zwischenräumchen der Woll-fasern ein salzigkcr Ueberzug, der so bald inKrystallen schießet, als er der Luft ausgesetzt wird,welche den Zeug, wenn er aus der Farbe kömmt,abkühlet. Dieser Ueberzug calcinirc sich in war-mer Luft nicht, und läßt sich von kaltem Wassernicht auflösen. ( *) Dieß ist es, was ich in die-ser
(*) Diese Grundsätze des Vers. können nur unter gewis-sen. Bedingungen angenommen werden. Wenn die
Best-