126 Von der Art, blau zu färben.
scr unvermeidlichen Ausschweifung zu erweisenhatte.
Diese Theorie ist auch der Indigküpc gemein,wo man Harn statt des Wassers, Alaun und ro-hen Weinstein statt des Vitriols und der Pot-asche braucht. Diese Harnküpe kann nicht festefärben, als wenn sie sehr warm ist; und wennman verlangt, daß die Wolle durchaus gleich ge-färbt seyn soll, muß man sie eine oder zwo Stun-den darinnen lassen. So bald die Küpe kaltist, färbt sie nicht mehr. In einer undurchsich-tigen Küpe von Metall würde eö schwer seyn,^ den
Befestigung der Farben, In der genauen Vereinigungder färbenden Substanzen, mir den Fasern des «epn be-werbende» Körpers, beruhet, diese Verciniauua aberdadurch bewerkstelliget wird, daß der zu :arbe»de Kör,per durch zmanimenziebende, oder beiisnde, oder auf«läßliche Mittel, so geichikr g macht wird, daß er dieBestandtheile der färbenden Substan-en m wäre Hwi>schenräume aufnebinen, und sich mit denwibcn veibin,den kann ; so kann so wokl der rede wie auch der mrri«olisirte Weinstein, bey diesem und jenem Körper, dergefärbt werden soll, allerdings nützlich tevn Dennder Vers abe> glaubte, daß jolche wegen itzrer schwerenAuflößlichkeit die Festigkeit der Farben bewirkten, >o istsolches nicht ganz richtig, denn es müßte bierans erfol-gen : daß lei'chranflpßlicbe Salze keine festen darbengäben, wclckek dock wider die Erfabnmg ist ; ,w Gegen-theil ist der Weinstein manchen arben, z D den meh«resten gelben, mekr schädlich als nül-lich. und giebtkeine .sesrie.keit, die doch durch leichrausiößliche Salze,al« Salmiak, Kochsalz und dergleichen erhalten wird.Eben w wenig ist es richtig, daß aus Alaun undWeinstein ei„ vicnvlisirttr Weinstein zusammen gesetztwerden kann.