Von der Art, blau zu färben.
nug erhitzt, wollene Zeuge darinnen zu färben,bleibt noch eine Schwierigkeit übrig. Ehe mandie Festigkeit ihrer Farbe erklären kann, die ebenso groß ist, als die Festigkeit der andern Blau-küpen, in welche man die nur erwähnten Salzethut, so muß man die Weinhefenasche untersu-chen. Man weis, daß solches getrocknete, undalsdenn calcinirte Weinhefen sind. Eö ist alsoein Alkali von der Natur des Weinsteinsalzes,aber nicht so rein, weil es von den schwersten,und folglich am meisten irdischen Theilen der Un-reinigkeitcn des Weines herrührt Uebcrdicß istdas Alkali der gebrannten Weinhefcn niemals sogleichartig, als das Alkali des wohl calcinirtenWeinsteins, und es giebt fast keine ungereinigteWeinhefenasche, wie diejenige ist, die man or-deutlich zu kaufen bekömmt, daraus sich nichteine ansehnliche Menge Tartarus vitriolatus zie-hen ließe. Eö ist sogar vermöge eines zu andererZeit angeführten Versuches wahrscheinlich, daßman nach und nach die Weinhefenasche gänzlichin dieses Mittelsalz würde verwandeln können.Eben das läßt sich von der Porasche und allenLaugensalzen sagen, welche den Grundzeug desMeersalzcö nicht enthalten. Dieses ungleicharti-ge Wesen ist die Ursache, daß die gebranntenWeinhefen in der Luft niemals völlig von derangezogenen Feuchtigkeit aus der Luft zerstießen;weil nun also die Erfahrung lehret, daß sich inden gebrannten Wcinhcfcn schon ein fertiger Tar-tarus Vltriolatus bcsindct, so ist klar, daß dieleIndigküpe, welche die Wolle erstlich guc färbet,