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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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127
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Von der Art, blau zu färben. 127

den Grund dieser Begebenheiten zu entdecken,welcher sich aber in einem krystallenen Gefäßeleichte zeiget. Ich habe diese kleine Vcrsuchküpekalt werden lasten, und aste grüne Farbe, die sichdurch dieselbe ausgebreitet befand, weil sie nochwarm war, hat sich nach und nach auf den Bo-den des Gefäßes gesetzer, weil der Weinstein als«denn in Krystallen anschoß, und sich in Klump«chen vereinigte, welche schwerer waren, als seineTheilchen während der Zeit, da alles noch warmwar, und ihn aufgelöset hielt. Solchergestaltsiel er zu Boden, und zog die färbenden Theil-chen mit sich herunter. Wenn ich dieser Feuch-tigkeit wieder ihren vorigen Grad der Wärmemittheilte, und alles unter einander rührte, dar«auf aber es ein wenig ruhen ließ, und alsdcnnein Stückchen Tuch hinein steckte, so zog ich esnach Ablauf einer Stunde so feste, als das erste-mal, gefärbt heraus. Wenn man sich also die-ser Küpe bedienet, und sie einmal in Stand ge,setzet hat, so darf man nur den Weinstein bestän-dig ausgelöst erhalten, welches nicht anders, alsdurch etwas starke Hitze möglich ist. Das Alka-li des Harns verursachet die grüne Farbe; derAlaun bereitet die Wollenfasern zu, die Krystal-len des Weinsteins befestigen die Farbe, indemsie die färbenden Theilchen in den Zwischenräurmchen anleimen.

Wegen der Jndigküpe, in welche weder Vi-triol, Alaun, noch Weinstein kömmt, und indie man nur Weinhesen in eben der Menge wieden Indiz thut, und solche nachgehendö stark ge-nug