,48 Von der Art, blau zu färben.
worden, daß man ihm nur folgen darf. Wennes gelingt/ wird man ohnsireitig viel Pflanzenvon eben der Beschaffenheit, wie der Waid, fin-den. Vermuthlich bestehet das Dunkelgrüneeiniger Pflanzen aus Gelb mit einem starken Zu-sätze von blauen Theilchcn; ließe sich das Gelbedurch Gahrung zerstören, so würde das Blauezurück bleiben. Dieses ist kein bloßer leerer Ein-fall ; und vielleicht ließe sich ohne Schwierigkeitzeigen, daß man einigen Nutzen daraus ziehenkönnte. (?)
(*) Dieser Gedanke ist nun schon vor geraumer Zeit inDeutschland realisiret worden — denn seit einigen Jah-ren wird in Thüringen bey Erfurt sehr schöner Waid,indig bereitet — Da mir das Verfahren daselbst nichtgänzlich bekannt, so theile ich statt dessen die Metbodedes Herrn Rulenkamps, welche ich aus den nützlickenjsTachrickrcn und Abhandlungen, das (Hekonomie-und Lommerzwescu betreffend. Wien 1767. SeiteZ58u. f. auSgehoben, im AuSznge mit.
Nicolaus Rulenkamp» ni Bremen sWeisfchriftüber die Art und Weist, aus dem Waid eineSem Indig nahe kommende Farbe zu bereiten.Ehe ich zur Beantwortung der von der königlichenGesellschaft der Wissenschaften in Göttingen vorgeleg»ten Frage schreite: Wie man aus dem Waidkraure einedem Indig nahe kommende Farbe bereiten könne? er-achte ich für nöthig, den Unterscheid zu bemerken, wel-cher sich zwischen dem Indig und der aus dem Waiderhaltenen Farbe befindet — um deren Verhältnis undGüte zu probiren. Da sich aus dem äußern Ansehennicht schließen laßt: welcher Indig am Farbereichstensey, so nimmt man verschiedene Sorten, feuchtet solcheetwas an, und macht damit einen Strich auf weißesPapier- Diesen Strich breitet man mit einer nassen
Feder