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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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149
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Von der Art, blau zu färben. 149

Feder weiter aus einander, je dunkler reiner und schönerblau nun der Strich fällt, je besser ist der Zndlg. Esist zwar bekannt, daß der Zndig, wenn er zum Färbengebraucht werden soll, auf verschiedene Weise aufgelösetwird, weil aber die meisten Auflösungen viele Umstän-de und Zeit erfordern, so sind solche zu diesem Zweckeundienlich. Die beste Manier ist diejenige, welche mitdem Vitrloiöle geschiehet. — Man zerreibet i TheilZndig und löset ihn in r — z Theilen Vitriolöl auf,es wird die Mischung einem schwärzlichen Safte ähnlichwerden; wenn dieses geschehen, gießet man nach undnach kaltes Wasser hinzu, und rühret es wohl durcheinander. Aus diese Weise erhält man aus dem Indiz,wie auch aus dem Waidblau, eine Solution, welcheganz dunkel ist, und eine hineingetunkte Feder, sowie die Hände blau färbet. Alle andere bis dahin be-kannte Niederschlüge werden, wenn sie nicht die Tu-gend des JndigS besitzen, in dem Vitriolöle entwederroth, grün, grau, weiß oder gänzlich destruirr Da-mit man nun eine blaue Farbe aus dem Waidkrauteerhalten möge, welche sich in allem Stücke, wiederZndig aus dem Anilkraute, verhält; so sind zwar hier-zu verschiedene Wege und Auflösungsmiktel; weil aberdie mehresten zu künstlich und kostbar sind, so will ichnur zweer erwähnen, wovon der erste der amerikanischenManier cinigermasen gleich und auch schon von verschie-denen angerathen ist, welche aber eine große Akkura-tesse erfordert, und sehr mühsam ist. Der andere istmeines Wissens noch nicht bekannt, nnd ist ganz nn«künstlich, und einfach, eö kann auch dabey nicht leichtetwas versehen werden.

Die der amerikanischen eimgermaien ähnliche

Manier, um aus Sem waivkraure sie blaue

Farbe ;u erhalten.

Weil unter unserm Himmelsstrich niemalen ein so be-ständiger Grad der Wärme ist, wie ;u dieser Arbeitersordet wird, so habe ich Flnßwasser in einen einge-mauerten Kessel bis zum ioo Grad Lahrenh. heiß ge-

K ; macht