izo Von der Art/ blau zu färben.
macht, weil die Hitze in Martinique, zu der Jahres«zeit, wenn diese Arbeit vorgenommen wird, ungefehrauf diesen Grad zu stehen kommt. Hierein legte ichso viel frisches Waidkraut, als nur Raum darinnen hat«te; ich unterhielt diesen Grad der Wärme so genau wiemöglich. Nach z Stunden fieng diese Masse an, einenetwas unangenehmen Heruch auszudünsten, uno dieBrühe fieng an weißgrünlicht zu werden — es ließsich auch bereits etwas weniges blaue Farbe daraus nie-derschlagen. Der Geruch vermehrte sich von Stundezu Stunde, und die Brühe wurde völliger von Farbe-und dichter. Wie es 10 Stunden digeriert hatte, wur-den die auf der Oberfläche treibenden Blätter ziemlichdunkelblau gefärbt, es sehte sich auch etwas wenig blau«er Schaum am Rande des Gefäßes an; ich harre vonviertel zu viertel Stunden eine gleiche Menge Bruheausgeschöpfet und solche mit genügsamen Kalchwasserpräcipilircc, damit ich den rechten Zeitpunkt, die Di-Zestion zu beendigen, treffen möchte. Ich fand daß beysolchem Grad der Wärme eine Zeit von 12 Stundenzureichte, um alle blaue Farbentheilchen aus dem Waid«kraute abzusondern, weil ich nach dieser Zeit aus derausgeschöpften Brühe weder so viel, noch so schöneblaue Farbe niederschlagen konnte- Die Farbe wurdevon Stunde zu Stunde häßlicher — nach 15 StundenIvar der Geruch abscheulich und au« der Brühe ließ sicheine geringe Portion häßlich graue Farbe niederschlagen.Diese Manier habe ich vielmals mit einiger Verände-rung wiederholet; weil ich aber sahe, daß, aller Auf-merksamkeit ungeachtet, es nicht möglich war, zu allerZeit den Pcaclpitat von gleicher Schönheit zu erhalten,und dabey fand, daß ei» stärkerer Grad der Hitze dieseArbeit beschleunigte, so steilste ich verschiedene Versuchean, um den bequemsten Grad derselben ausfindig zu ma-chen, ich verstärkte deshalb dcn Grad desselben allmäh«lig, und bemerkte: daß je naher ich dem Grad deö Ko-chens kaue. desto vorrheiihastcr der Versuch gerieth,wenn ich aber das Kraut in dem Wasser kochte, daßalsdenn alles verdorben wurde.
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