IZ2 Von der Art, blau zu färben.
Tagen, leicht ansängt in eine Art von Gährnng zu ge«rathen, welche, wen» he nicht durch Z>mn>chung einerziemlichen Menge Kalckwussers gehindert wird, in Fäu» --lung übergehet. Man werket den Ainaiig dieser Gah-rung daran, wenn der blaue Niedecschlag anfängt aufder Oberfläche zu erscheinen. Das beste Mittel ist.Wie gemeldet, eine große Menge kaltes, jedoch schwa-ches Kalchwasser dar u z» mischen, und stark und langedurchzurühren. Weil aber d>e>er Niederschlag noch mitfremden Theilen beschwert ist, so betreuet man densel-ben ausfolgende Weile: Wenn der gedachte Niederschluggehörig abgesüßet ist und aus der Kufe »> große irrdcneTöpfe gelassen worden, so mischt man zu diesem dickenblauen Vren etwas verdünnte Vikriolfäure und rühreteS wohl damit durch; wenn dieses einige Stunden ge-standen , so zieht man das obenstehende trübe Wasserab, >üßt den nun weit reiner und schöner gewordenenNiederschlag mir hinlänglichem Wasser wieder ab , be-freyet ihn von aller Feuchtigkeit, und trocknet ihn soschnell als möglich
W>ll man nach obiger Methode Proben im Kleinenanstellen, >o ist nöthig, daß man das Gesäße, worinnendas kochende Wasser befindlich jst, an einen lolchen Ortstelle, wo es nickt zu schleunig kalt werde, jedoch scha-der es weiter nichts , als daß man nirbl so viel blauenNiederschlaq wie sonst erhält, indem das erkaltete Was-ser das Kraut nicht so rein von blauen Farbenrheiienbefreyet
Man muß aber ja verhüten, daß das Wasser mit demWaid nickt koche, w-il sonst das ertrahirte blaue Far«benivelrn sich wieder mir dem Kraute vereiniget, unddann nicht wieder davon zu scheide» ist Es trägt auchein großes zur Schönheit des aus dem Waid verfertig-ten JndigS bey, wenn man, so bald der reckte Zeitpunktder Digestion oder Fermentation da ist, eine gute Men-ge ka>tes Wasser darzu mischet, um der Faulurig, wor-inn er so leickr gehet, vorzubeugen, und nachdem mandie earbentlieile, es sey durch bloßes Schlagen, oderauch durch Hinzugiesung von Kalchwasser, so bald wie
möglich