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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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160
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i6o Vorn Kermes,

feuchte seyn muß, wenn sie allezeit, seit dem siegekocht worden ist, im Sacke an einem kühlenOrte gestanden hat. Aäre sie schon seit langerZeit gekocht und trocken geworden, müßte mansie nur in laulichteö Wasser bringen, und wohlausdrücken, ehe man sie in die Farbe brächte.

Ehe man diese Wolle in den Kessel taucht,in dem sich der Kermes befindet, ist es gut, eineHand voll unnützer Wolle hinein zu werfen, dieman einen Augenblick darinnen kochen laßt. Die-se nimmt eine Arr von Schwärze oder Uneinig-keit weg, welche der Kermes von sich treibet, unddie Wolle, die man nachgebende! hinein bringet,wird desto schöner gefärbt. Nachdem man dieseHand voll Wolle weggenommen hat, thut mandie zu färbende hinein, hängt die Packe auf dieStäbe, wie bey der Brühe, und bewegt sie be-ständig, wobey man auch die Packe eines nachdem andern in die Luft bringet. Solchergestaltläßt man sie eine gute Stunde kochen, hängt sienachgehender auf, läßt sie ausnöpfeln, drucktsie aus, und trägt sie an den Fluß, sie daselbstzu waschen. Wollte man sich die Farbe, dieetwa noch im Kessel ist, zu Nutze machen, sokönnte man etwas gebrühere Molle hinein thun,die sich doch noch färben würde, nachdem derKermes gut ist, und nachdem man viel in denKessel gethan hat-

Eine Reihe von Schattirungen zu machen,da immer eine dunkler ist, als die andere, nimmtman viel weniger Kermes, so, daß man zu roPfund gebrüheter Wolle vielleicht nur 7 bis 8

Pfund