164 Vom Kermes,
nicht so viel Farbe einnehmen, da ihr dichtes Ge.webe die Farbe durchzudringcn verhindert, an.ssatk daß die Wolle die Farbe eben so leichte in-nerlich als äußerlich anminnik.
Ohngcfähr in eben der Verhältniß muß manden Alaun und Weinstein, die zur Brühe derZeuge gebraucht werden, vermindern, und derZeug muß eben nicht so lange in der Brühe blcnben, als die Wolle, man könnte ihn den Tagdarauf, nachdem man ihn gcbrühet hat, färben.
Wenn man Molle, wie ste von den Schafenist abgeschoren worden, mit Kermesroeh färbet,um sie unter die vermengten Tuche zu brauchen,oder ganze Tuche (äraps pleins) daraus zu machen,so wird sie allezeit in diesen Tuchen besser aussehen,als die Wolle, die mit Farberröthe rorh ist ge>färbt worden. Ich werde davon bey der Dcfchrei-bung der Farben reden, die aus dencnjcnigcn zu-sammengescur sind, in denen sich der Kermes be-findet, oder in denen er sich wenigstens vorzüglichvor der Färbcrröthe befinden sollte, die kein sol-ches schönes Roch qiebet, aber durchgehender ge,braucht wird, weil sie wohlfeiler ist.
-^albkermesscdtrriart) (ecarlatte äemi Araine)nennt man denjenigen, bey dem man die HälfteKermes, die Hälfte Farberröthe gebraucht. DiesesMenasel giebt eine ungcmein feste Farbe, die einwenig in blutroth fällt- Sie wird vollkommenwie der reine Kermes zubereitet und gearbeitet,nur daß man halb Kermes und halb Farberrötheniwmc, folglich ist sie wohlfeiler, und die Färbermachen sie oft schlechter, als sie seyn sollte,
indem