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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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166
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r66 > Vom Kermes,

nicht so feste; als mit dem Kermes. Eben dasthun sie bey den gewebten Wollen, die zu Tape-zcreycn bestimmt sind; und da diese Schattirungnur der Cochenille ziemlich schwer zu erhalten ist,so mengen sie oft Vrasilienholz darunter, welchesLisher eine falsche Farbe, und nur beym Schlecht-färben verstattet gewesen ist. Daher vergehen-icse rothen Farben in sehr kurzcrZcit, und ob siewohl viel lebhafter sind, als nöthig wäre, indemsie aus den Händen des Arbeiters kommen, so vcr-lichrcn sie doch vor Ablauf eines Jahres ihrenGlanz völlig. Es wäre also sehr zu wünschen,-aß der Gebrauch des Kermes wieder aufkäme.Es ist auch gewiß, daß ein Färber, der sich dar-auf legte, daraus viel Farben leichter und wohl-feiler erhalten würde. Diese Farben würden ver-sichert die besten und festesten seyn, und er würdedadurch sich vielleicht in größeres Ansehen setzen.Ich Habe mit dem Kermes fünfzig Versuche germacht, von denen man Vortheil in der AusübungHaben kann. Ich werde sie nicht alle erzählen,sondern nur diejenigen, die mir die besonderstenFarben geliefert haben.

Wenn man den Kermes mit dem Oemorüartsri ohne Alaun, und so viel Composirion,als man zu einem Cochcnillscharlach nähme,braucht, so hat man auf einmal eine außerordent-liche lebhafte Zimmcrfarbe: denn da man in dasMcngscl nichts als Säure bringet, so werden dierothen Theilchen des Kermes so zart, daß sie sichso zu reden dem Gesichte entziehen. Wenn man