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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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171
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oder Venetiamschen Scharlach. 171.

sie untereinander, und lasse einen Theil Wiß-much darinnen zergehen, den ich in kleine Stück-chen geschlagen habe, um sie nach und nach hin.einzurhun, damit nicht gleich anfangs ein allzuHeftiges Aufwallen entstehet.

So oft man zu viel Saures in eine Kermes«sauge gießet, es mag Vitriolgeist, Salpetergcistoder Scheidcwasser,(*) Eßig, Citroncnsafk, selbstsaures Wasser seyn, so oft zertheiletj man ^ seinerothe färbenden Theilchcn dergestalt, daß dasTuch davon nur eine Zimmetfarbe bekömmt, diein Aurorfarbe fallt/ wenn zu viel Saures vor«Handen ist, aber etwas röther wird, wenn dasSaure nicht so häufig da ist.

Die feuerbeständigen alkalischen Salze nebstdem Alaun und Lrsmor lartari an die Stelledes Alauns gebraucht, zerstören das Rothe desKermes nicht, wie die sauren, aber sie verursacheneine unangenehme rothe Farbe, wenn man sie zuhäufig nimmt, wie ich schon erklärt habe, so, daßdas Tuch eine matte Lilasfarbe bekömmt. Änderenoch mannichfalti'gcrc Versuche, als die nur er-zählten, haben mir unzahlich vielerlcy Farben ge-geben; aber da sie nichts schöners zeigen, als manmit viel wohlfeilem Dingen, als der Kermes ist,machen kann, so habe ich nicht für gut gehalten,sie zu erzählen, weil sie diese Schrift unnützlichverlängern würden.

C) Scheidewasser ist vom Sakpetergeiste nur in Ansehungseiner mindern Stärke verschieden, aber nicht in Betrachtseiner Säure.

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