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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Dreyzchendes Kapitel.

Vom Cochenill-Scharlache.

^^er fcuerfarbene Scharlach, sonst der <^oslän-drsetie, und ktzo ecarlatte clss Lobolin^l*) ge-nannt, dessen Erfindung Kun'cl einem deut-schen Chymisicn, Zxüsteu, zuschreibt, ist die Farbe,welche am meisten Schönheit und Glanz hak. Sieist auch die theuerste - und an, schwersten zur Voll-kommenheit zu bringen. Man kann nicht eimnalden cigenrlichen Punct ihrer Vollkommenheit ge-nau bestimmen, denn außer dem mannichfaltigcnGeschmacke wegen der Farben, giebt es auch Sor-ten von allgemeinem Geschmacke, vermöge derengewisse Farben zu einer Zeit mehr Mode sind, alszu der andern. Die Modefarben sind alsdcnndie vollkommensten. Sonst z. E- verlangte mandunkle Scharlache, deren Farbe das Gesichte leich-te vertragen konnte: itzo will man Orangefarbenhaben, die voll Feuer sind, daß das Auge kaumihren Glanz verträgt. Welcher Geschmack denVorzug verdienet, entscheide ich nicht; ich willbeyde Arten zu machen lehren, sowohl als alleSchattirungen, welche zwischen die beyden Grän-zen fallen.

Die

(*) Der Nahme x.carlatts llk-s Oobollns stammt von denGebrüdern ab, die sehr frühzeitig das Geheimnis:

Scharlach aus Cochenille vermittelst der Zinnauflösung r.u

färben,