226 Vorn polnischen Coccus.
färben, Fleischfarben, Cramoisi von verschiede,ncr Lebhaftigkeit, daraus erhalten können, wennich mit ihm nach Art der Cochenille oder dcs Ker.mcs verfahren habe, und es ist mir nie möglichgewesen, Scharlache daraus zu bereiten. Ueber-dieß hat derjenige, den ich gebraucht habe, vielmehr als die schönste Cochenille gekostet, weil ernicht den fünften Theil der Farbe giebt, die dasmexikanische Jnscct liefert. Vermuthlich des«wegen ist der Handel mit dieser Waare ungemeingefallen, und man kennt in den meisten europäi-schen Städten, welche ihrer Färbercycn wegen be-rühmt sind, den Coccus nur den Namen nach.Die Cochenille hat alle schlechte Materialien ver-drungen. (*)
t') Es giebt eigentlich von diesem Insekte ( Loccns polo-niouH zwevcrley Gattungen. Da dasselbe in vielen Ge-genden Deutschlandes sehr häufig angetroffen wird, und inder Färberey von so großem Nutzen ist, so erachte ich cs fürdienlick, »nsereFärber durch eine kurze Beschreibung dieserInsekten darauf aumicrksam zumachen- Obgleich der Vers.die Nützlichkeit desselben in Zweifel zu ziehen scheinet, sohat doch Herr iWolf das Gegentheil bewiesen; dennnach dessen Angabe soll mit einem Pfunde desselben fastLoPsund Wolle gefärbt werden können — Vom erster«,das sich mchrentheils an den Wurzeln des kleinen peren»»wenden Weggrases (.8 i>rai>r!,u8 poieimir) befindet,verdanken wir die Beschreibung dem gedachten Herrn O.LVolf in Warschau. (s. neues HawburgischeS Mag«.zin ,64 St. S Z/o u f.)
Die Polnischen Scharlachkärner, oder deutsche Coche-nille, sind nichts anders als Euer oder vielmehr Larvengewisser Insekten, welche an den Wurzeln verschiedenerPflanzen festsitzen, und gegen das Ende d-SHeumonats vonden ausgerissenen Wurzeln mittelst eims Messers abge,
kratzt