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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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240
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L40 Vom Rothen der Färbcrröthe.

durch das Falbe der holzigtcn Fasern, der Wur-zel eigene Farbe, verändert ist. Dieses mit Fal-ben bcschmuztc Roth macht auf dem Blauen einemehr oder weniger dunkle Castanienfarbe, nach-dem das zuerst aufgetragene Blau stärker oderschwächer war. Soll diese Castanienfarbe einenPurpürglanz haben, so muß man zum Schön-färben nothwendig ein wenig Cochenille darzirbrauchen.

Dieses Wurzelsilbe zu vermeiden, sind die Fär-ber, welche das schönste Roth mit der Färber«röche machen, besorgt, die Brühe ja nicht andersals etwas mehr als laulicht zu gebrauchen, undden Zeug eine oder zwo Minuten, nachdem eszu sieden angefangen hat, herauszuziehen. Denn,wenn sie weiter kochr, wird die Färberröthc merk-lich matk,(*) da alsdenn die Hitze des Wassersstark genug wird, daß sich die falbfarbendcn Thcil-chcn absondern, und mit dem Rothen auflegen«Dieser Umstand würde vermieden werden, wennman zu der Zeit, da die Wurzel der Färbcrröthefrisch ist, ein Mittel finden könnte, den rothenKrais, welcher sich unter ihrem braunen Häufchenbefindet, und das Mark im Mittel umringet,leichte von den übrigen abzusondern. Aber dieseArbeit würde den Preis der Nöthe sehr erhöhen,und was man mit so vieler Geduld absonderte,würde doch nie eine so schöne Farbe als die Co-chenille geben; daher es unnütze scheint, diese Ar-beit im Großen zu versuchen. Höchstens könnteman es versuchen, die.Cattune roth zu färben,

deren

(*) Die Ursachen davon habe ich oben angezeigt.