Vorn Rothen der FärberrLthe. 24t
deren Preis die Kosten einer solchen Unterneh-mung tragen könnte.
Da die Färderröthe unter allen Materien, dieeine feste rothe Farbe geben, am wohlfeilsten ist,so vermengt man sie mit den andern, diese Farbendadurch wohlfeiler zu machen. Den Halbkermes-scharlach, sonst ecarlatte mi§rsine > macht mattmit Färderröthe und Kermes; den ordentlichenHalbfcharlach oder Hülberamoift macht man mikFärderröthe und Cochenille.
Den Halbkermesfcharlach zu verfertigen, wirdder Sud und alles übrige Verfahren, wie zumKermesscharlache, oder dem ordentlichen Vene-kianifchen, behalten, nur daß man bey der Brühezum Färben nicht den Kermes allein, sondern dieHälfte von dem, was man sonst brauchte, nimmt,und die andere durch den schönsten Grapp er-setzet.
Zum feuerfarbenen Halbfcharlach, oder zumScharlach 6er Lobelins, macht man die Comporsition und den Sud wie ordentlich. Man rhutnur reine Cochenille hinein, aber zum Rörhettnimmt man halb Cochenille und halb Färderröthe.Hier kann man auch die Waldcochcnille brauchen;denn nachdem man den Sud mit der ordentlichenCochenille gemacht hat, so nimmt man z. E. staktder zwey Pfund ordentlichen Cochenille, die mattzum Röchen bey einer gewissen Menge Wollebrauchte, wenn man ordentlichen Scharlachmachen wollte, anderthalb Pfund wilde und eitt
Pfund Uärberröthe.
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Damit