248 Vom Gelben.
imhrung der Färbematericn abgeben wird , wennsich jemand bemühen will, sie häufig genug zuziehen, welches sthr leichte ist, weil diese Pflanzestark schösset, und ihre Sprößlinge sich leichte ver-pflanzen lassen, und noch i,n Ablaufe desselbenJahres Blumen treiben, (*)
Anmerkung, -ie für alle Farben gilt.
Für die Reihe von hellen Schattirungen desGelben verfahret man, wie bey allen andern gel-ben Farben, nur daß es dienlich ist, für diesehellgelben Farben den Sud schwacher zu machen.Man nimmt z. E. nur zwölf und ein halb PfundAlaun auf hundert Pfund Wolle, und läßt denWeinstein gar weg, weil der Sud die Farben alle-zeit etwas abschießend macht, und wenn man nurlauter helle Schattirungen nöthig hat, dieselbenallemal auch mir einem nicht so starken Sude kön-nen erhalten, und dadurch die Salze desselben er-sparet werden. Aber diese hellen Schattirungen
halten
s*) Wie nutzbar dieses Gewächs (5ol,6g^oGoldruthe) in der Färberey sey, ist schon vom HerrnPros Gadd erwiesen worden; es giebt dasselbe eine ebenso feste und schöne Farbe, als die Wiede sNewciL Mreola)und übertrist an Güte noch die letztere, denn zwey Pfundder Blätter und Blumenstengel der Gvldruthe färbenso viel als drey Pfund Wiede. (S. Schwedische Abhand-lung, übersetzt von Läffner, ry. Band S- tgy ) Weretwas von dem Nutzen des Anbaues der Färberröthe undder Abwartung derselben zu lesen wünschet, der findetsolches in dem Stuttgardischen Lclcöt. xvxt. oecon. vomZahr 1752 St. z und 4.