Buch 
Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
Seite
250
JPEG-Download
 

250 Dom Gelben.

Wenn man das gelbe Holz brauchen will,spaltet man es ordentlich in Splitter; oder nochbesser, man giebt es einem bischer, der es miteinem großen Hobel in kleine Spane zertheilet,so ist es besser von einander gesondert; es Hiebtdie Farbe besser von sich, und folglich braucht manweniger. Man mag es nun brauchen, wie manwill, so bindet man es in einen Sack, damit essich nicht in die Wolle, oder in den Zeug menget,den diese Splitter zerreißen könnten; auf eben dieArMjndek man den Schart und das Pfricmkraukin emen Sack, wenn man sich derselben statt derMiede bedienet, oder sie mit derselben vermengt,die Schattirung zu verändern.

Die fünf andern bisher bekannten Materienzum Gelbfarbcn verschiebe ich in die schlechte Fär-berey ; in Absicht auf die Schönfärbers will ichhier nur sagen, daß die Wurzel der wilden Grind-wurz (Patience sauv3§e), die Efchenrindcn, be-sonders die nach dem ersten Safte abgenommenist, die Blätter vomMandelbaume, Psirschbau-me und Birnbäume; mit einem Worte, alleBlätter, Schalen und Wurzeln, bey denen man,wenn man sie kauet, etwas Zusammenziehendesbemerkt, gelbe Farben, die feste sind, geben,welche bald mehr, bald weniger schön ausfallen,nachdem die Zeit ist, welche man sie im Sudeläßt, und nachdem der Alaun und Weinstein imSude stark sind. (*) Alaun in Menge genommen,

macht,

(*) Die vortreflichen Versuche des Herrn O- tzicffertshaben bewiesen, daß es unter den inländischen Pflan«