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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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255
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Vorn Falben. rzz

schalen hinein thut, und die braunem Schatti-rungen macht- Bey den Zeugen fängt man or-deutlich bey den dunkelsten an, und wenn dieFarbe der Brühe abnimmt, thut man die, soHeller werden sollen, hinein, man lüftet sie, wieordentlich, sie abzukühlen, und läßt sie trocknenund fertig machen. ^

Nach den Nußschalen is^die Wurzel desNußbaums zum Falben, sie giebt auch sehrmannichfaltige Schattirungen, die fast mit derSchale ihren einerley sind: also kann man einesan die Stelle des andern setzen, nachdem maneines leichter als das andere brauchen kann. Aberman muß bey der Wurzel anders verfahren.Man füllt einen Kessel bis auf drey Viertheilemit Flußwasser an, und thut die Wurzeln, inStückchen gehackt, hinein; die Menge richtetsich nach der Wolle, welche man färben will,und nach der Schattirung, welche sie bekommensoll. Wenn die Brühe warm genug ist, daßman die Hand nicht mehr darinnen leiden kann,bringt man die Wolle oder den Zeug hinein, undwendet alles wohl herum, bis es die verlangteSchattirung erhalten hat. Von Zeit zu Zeitmuß man es lüften, und wenn es Zeug ist, esbey den Enden durch die Hände ziehen, damitdie kleinen Stückchen Wurzel, die sich etwa an-gehängt haben, abfallen, weil sie den Zeugfleckig machen würden. (Man kann, solcheszu vermeiden, einen Sack, wie beym gelbenHolze, brauchen.) Nachgehendes bringet mandie Zeuge hinein, welche die hellsten Schatlirun.

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