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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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257
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Vom Falben. 257

bringt man sie an den Fluß, wäscht sie wohl,und läßt sie trocknen.

Von der Eelenemde habe ich nur das zusagen, was ich schon von der Nußbaumwurzelgesagt habe, ausgenommen, daß es nicht sonachtheilig ist, sie gleich anfangs kochen zu lassen,weil sie dem Zeuge nicht so viel dunkele Farbegiebt. Man braucht sie gemeiniglich zum Garneund zu den Farben, die man mit grünem Kupfer-wasser braun machen will. Sie thut nichts desto,weniger auf der Wolle zu Farben, die nicht sehrdunkel seyn sollen, gut, und widerstehet der Luftund der Sonne vollkommen.

Mit dem Sumach (Schmack) verhält essich fast eben so. Man braucht ihn wie die Nuß-schalen , er giebt der Farbe noch weniger Tiefe,und sie fällt etwas weniges ins grünliche. Manbraucht ihn statt der Galläpfrl bey Farben, dieman dunkler machen will, und er thut sehr gut,aber man muß mehr nehmen, als von den Gall-äpfeln. Seine Farbe ist auch an der Luft sehrfeste. Bisweilen vermengt man alle diese Ma«tecien mit einander, und wie sie alle gleich gutsind, und ohngefähr einerley Wirkung thun, somacht dieses, gewisse Schattirungen leichte zuerhalten. Indeß kann man sich bey diesenSchattirungen des Falben nur nach der Uebungrichten; alles kömmt auf den Augenschein an,und es hat an sich selbst keine Schwierigkeit.

Das Mengsel dieser Materien und des kleingeriebenen Sandelholzes zu gebrauchen, thutman vier Pfund von dem letztem in den Kessel,R nebst