Vom Schwarzen. 265
Waid gefärbt hatte, und erst alsdenn durften sieschwarz gefärbt werden. Ich habe sehen wollen,was für ein Vortheil daraus entstünde. Die-serwegcn habe ich ein dunkelblau gefärbtes StückeTuch in zween Theile getheilte, eine Hälfte mitAlaun und Weinstein sieden lassen, und nachge-hends mit Färbcrröthe gefärbt, darauf sie in ebender Brühe schwarz gemacht, in welcher ich dieandere Hälfte, die nicht mit Färbcrröthe gefärbtwar, schwärzte. Mit dieser andern Hälfte hatteich nach der ersten Art zu schwärzen, die ich itzobeschrieben habe, verfahren. Beide StückenTuch sind sehr schön schwarz geworden. Es hatmir indeß geschienen, als hätte dasjenige, beydem die Färbcrröthe war gebraucht worden, einenröthlichen Glanz, das Schwarze der andern wargewiß mchr dunkclroch (veiouts) und schöner. Esist wahr, man hat nicht so leichte zu befürchten,daß dasjenige, beydem die Färbcrröthe ist gesbraucht worden, die Hände und die Wäscheschwärzet, weil der Alaun und der Weinstein desSudes alles weggenommen haben, was dasBlaue fahren ließe. Aber dieser Vorzug ersetzetmeinen Gedanken nach die Unbequemlichkeitendes Gebrauches der Färbcrröthe nicht, daß näm-lich der Alaun und Weinstein allezeit einigermastsen verderben, daß ihm die Färbcrröthe einenunangenehmen rothen Grund giebt, und daß auchdiese Arbeit den Preiß der Waare ohne Nutzenerhöhet.
Diese Unbequemlichkeiten zum Theil zu ver-meiden, geben einige Färber dem Tuche die Fär--R 5 der-