Vorn Schwarzen, 267
ordentlich nur in einer gewissen Vermehrung oderVerminderung eben der Zuthaten, oder daß siean ihre Stelle andere setzen/ die eben das thun.
Ich habe verschiedene solche Arten versucht,und es hat mir geschienen, als käme dasjenige,was man vollkommen gelingen in der Scharfeheißt, mehr auf die Art zu arbeiten, und denZeug gehörig zu handthicren und zu lüften, alsauf die Verhältniß der Zuthaten an. Daher ha-be ich die Art des Verfahrens, die mir am bestengeschienen hak, so sorgfältig und umständlich be-schrieben, daß es vielen Lesern eine unnütze Weik-lauftigkeit scheinen wird.
Es ist dienlich hier zu erklären, warum manverlangt, daß die Zeuge einen blauen, oder we-nigstens falben Grund haben sollen, ehe man sieschwärzer, und warum es ausdrücklich verbotenist, ein Tuch sogleich aus weiß in schwarz zufärben. Wollte man dieses thun, und ein sehrdunkles Schwarz machen, so müßte man anfäng-lichmehr Galläpsel gebrauchen; dieses schadetean sich nichts, denn die Gallapfel verderben dieWolle nicht, da sie nichts Aczcndcs in sich haben,aber diese Gallapfel zu überwinden (lürmonwr),wie sich die Färber ausdrücken, das ist, sie schwarzzu machen, oder noch besser, eine Dinte auf demZeuge zu machen, (denn es ist hier nichts anders)brauchte man sehr vielKupferwasser, welches denZeug nicht nur rauher macht, sondern auch wegender Säure, die es den Wollenfascrn eindrückt,oder darauf verursachet,daß er leichte bricht. Hataber der Zeug schon einen Grund, d. i. eine star-ke