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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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278
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. 278 Von Vermischung des Blauen

nicht die geringste Schwierigkeit mehr wegen Ver-fertigung der Zusammengesetzten übrig bleiben kann»Denn anfangs giebt man dem Zeuge odcrcher ge«sponnenen Wolle eine Farbe, und darauf die an«dcre vollkonunen so, als wenn sie ganz weißwäre. Nur ist im gegenwärtigen Falle zu beob-achten, daß man den Zeug blau färbet, ehe manihn cramoisi macht, denn, wie ich schon erwähnthabe, machen die Alkali Hon beyden Blauküpcnden Glanz des Rothen der Cochenille sehr matt.Violette, Purpur und alle ähnliche Schaktirungenzu machen, beobachtet man alles, was ich wegender Cramoisi gesagt habe; denn diese Farben wer-den keine Lebhaftigkeit und keinen Glanz haben,wenn man sie nicht mit aller Sorgfalt verfertiget,die, schöne Cramoisi zu erhalten, nöthig ist.

Von dem Blauen und dem Rothen der Fär--bcrröthc bekömmt man auch die Louleur tlo^,Lonleur äe?rince, aber bey weitem nicht so schöne,als mir dem Kcrmes, weil das Rothe dieserWurzel allemal durch das Falbe ihrer holzigtcnFasern matt gemacht wird. Die bNinimerifarde(IVlininw), dieLohfnrbc (ranne), Dunkclama-rnnrh, trockene Rosensarde, werden allezeitweniger lebhaft, als vorn Kcrmes. Man ver-mengt es indessen manchmal mit der Färberröthe,wie ich schon gesagt habe, Halbkermesst'barlncdezu machen , und davon erhält man schönere Farbe,als wenn man die Färberröthe allein auf einenblau gefärbten Zeug brächte. Die Färberröthewird auch mit der Cochenille, wie beym Halb-cramoisi, vermenget, und giebt eine große Anzahl

sehr