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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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300
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ZOO Von der Vermischung des Falben

so fährt man mit eben der Brühe fort, bis alleZeuge dunkel gemacht sind, nur erhält man auchbeständiges Feuer unter dem Kessel, aber immerso schwach, daß es nicht kocht; die Brühe mußnur etwas mehr als laulicht seyn, damit mangleich die Hand darinnen leiden kann. Wennman den Gallus und die andern Zuthaten daserstemal chat kochen lassen, schreckt man dasKochen, indem man die Brühe mit kaltem Was-ser kühlet, ehe man den Zeug hinein bringet. Diesist höchst nöthig, wie ich schon mehr als einmalgesagt habe. Man muß sich auch erinnern, daßdie Zeuge mit laulichtem Wasser zu durchnetzensind, ehe man sie in den Kessel bringt, im Fallsie Zeit hätten gehabt, seit dem sie sind falb ge-färbt zu trocknen, worden, und daß sie müssengelüftet werden, wenn sie einige Zeit in der Brü-he, welche, ihm die dunkle Farbe zu geben» ge,braucht wird, gewesen sind; dieses geschiehet, in-dem man sie mit den Enden durch die Händeziehet. .Sonst würden die Zeuge Flecken undwellenförmige Streifen (üambures) bekommen,mit einem Worte, sie würden ungleich gefärbtwerden, auch würde die braune Farbe, welche siebekommen haben, aus Mangel des LüftenS nichtfeste genug seyn, weil sich der Vitriol mit denSalzthcilchen nicht nach und nach zusammen se-tzen würde. Ich habe nun, so viel als nöthigwar, alle Farben oder Schattirungcn, welche ausder Vermischung der Hauprfarbcn, allemal paar-weise genommen, entspringen können, erzählt.Ich glaube, solches ziemlich erklärt zu haben ; und

wenn