Zv6 Von den vornehmsten Vermischungen rc.
denn man hat gesehen, daß aus ihrer Versetzungso viclerley Farben entstehen, daß man nicht ver-schiedene Namen genug für alle hat zu erfindengewust.
Ich glaube von allem, was die Wollenfarbe-rey, oder die Färberey der wollenen Zeuge betrifft,in so fern es zur Schönfärberey gehöret, zuläng-lich erklärt zu haben, und ich zweifle nicht, manwerde alle Farben und alle Schattirungen, dienur möglich sind, auf ungesponnener und gespon-nencr Wolle und weißen Zeugen aufs vollkom-menste machen können, wenn man nur meinenVorschriften genau folgen will.
Ich muß aber doch wohl noch etwas wegender vermengten Zeuge hinzu setzen, deren Wollenämlich vor Verfertigung des Zeuges gefärbt wird,und zugleich lehren, wie die Vermengung derWollen, die verschiedene Farben bekommen haben,geschehen muß, damit man sie darnach zusammenkarten und spinnen kann, daß diejenige Farbeherauskömmt, die aus allen verschiedenen Wollen,deren man sich bedienet hat, entspringt.
Vielleicht könnte man glauben, j dieser Artikelbetreffe vielmehr die Verfertigung der Zeuge, alsihre Farberey; aber ich antworte darauf: Manmacht bisweilen durch Vermischung der Wollenvon verschiedenen Schattirungen Farben, welcheman schwerlich erhalten würde, wenn man denZeug mit allen Farben von diesen verschiedenenSchattirungen zusammen färbte; es würden sichauch vielleicht in einigen dieser Farben Zuthatenbefinden, welche andere Vorbereitungen erfodern;