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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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307
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Von Vermischunggefarbter Wollen rc. ZO7

wenn man aber jede Parthey Wolle besonders fär-bet, so läßt sich die Beimengung viel bequemerverrichten. Dem sey, wie ihm wolle, so halteich doch diese umständliche Erzählung nicht fürunnütze. Ich will also weisen, wie zu solchenvermengten Zeugen die Wolle von verschiedenenFarben unter einander gemischt, und wie die Pro-ben im Kleinen dazu gemacht werden, welchesallezeit nöthig ist, die Beimengung zu finden,die am besten aussteht.

Zwey und dreißigstes Kapitel.

Wie Wollen von verschiedenen Farben zu denvermengten Zeugen oder Tüchern miteinander vermischt werden.

§V)on dieser Art, Wolle von verschiedenen Farbenaufs genaueste, als möglich, mir einander zuvermengen, wird ein einziges Beyspiel hinreichendseyn, welches man leichte auf alle Fälle, wo es dieNoth erfordert, wird anwenden können. Ich setze,man will ein gemengtes Tuch von Caffeefarbe ma-chen. In dem Languedockischen Fabriqen verfahretman folgendergestalt: (wiewohl man eö auch in denandern Manufakturen eben so macht,) man färbtanfangs Z50 Pfund Wolle Caffeefarben, welcheman die Grundwolle (la laine 6e konä) nennt,weil sich ihre Farbe vornämlich im Zeuge weisenU r soll»