Z92 Von der Auflösung
lenfärbern Wurzclfarbe genennet wirk». DieseI-igredicnticn kann man in der Seidenfärbereynicht gebrauchen.
Es giebt aber auch eine Art Species, mit denenman nicht färben kann, ohne vorher gegangene be-sondere Vorbereitung. Sowohl die färbende Ma-terie als die Zeuge müssen zugerichtet und vorbereitetwerden. Zu diesen färbenden Jngredicntien ge-hören vornämlich der Indigo, Orseille und derwilde Safran. Will man mit diesen Speciesfärben, so muß man vorher ihre harzigten Theileauflösen. Dieses läßt sich dadurch bewirken,wenn man sie mit salzigten Materien, und be-sonders mit alkalischem Salze, bearbeitet. Esist nöthig, über die Ingredienzen der harzigtenFarbe ein paar Beobachtungen mitzutheilen. Dieerste ist diese: Es giebt keine Pflanze, welchenicht ausziehende Materien, das heißt, solche,die sich im Wasser auflösen lassen, enthielte; undwie diese Materie allezeit einige Farbe in sich hak,so halten die Jngrcdientien in der That zweyerleyArten der Farbe in sich, deren eine sich im Wasserauflösen läßt, die andere aber nicht. Die Farbeder ausgezogenen Materie ist immer grün, braunund unrein: doch beweist das Ercmpel der wildenSafranblüthe, daß sie doch auch zuweilen reinund schön genug sey; denn das Wasser löst dieseBlüthe auf, und bekommt von ihr gänzlich eineschöne gelbe Farbe: aber sie reicht bey weitem nichtan das sehr schöne Roth, welches sich in dieserBlüthe befindet, weil diese Farbe von einergänzlich harzigten Natur ist. Man ist genöthi-gt