Von dem «nachten Carmesin. 455
fes Wasser wird denn die Seide gezogen, wo sieetwas von ihrer Farbe vermehret und dargegeneinen schönen Schimmer empfängt, der ins Car-mcsine fällt. Hernach wäscht man die Seide ineinem Flusse, man ringt sie aus, und thut sie aufdie Stangen zum Trocknen. In einigen Fabri-ken hat man die Gewohnheit, die Calmesinscidein demselben Bade, in welchem sie gcfärbek ist,roscnroth zu machen, indem sie Lauge von Wcin-steinasche hinzu thun; aber sie ist nicht nachzuah-mcn, weil man viel mehr Asche braucht, und dasCarmesin doch nicht so schön ist, als wenn mander oben gegebenen Vorschrift folget. Wennman rohe Seide in unächt Carmesin färben will,so muß man diejenige aussuchen, die von Na-tur am weißcsten ist; denn wird sie gefär-bct, gealaunet, und wie die gekochte Seidebearbeitet.
Dreyzehntes Kapitel.
Vom ächten Ponceau, Incamat undKirschfarbe.
^^iesc Farbe kann man zwar mit Cochenille aufdie Wolle tragen vermittelst des aufgelöstenZinns; aber die Seide nimmt diese Farbe von
Ff4 Coche-