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9 (1867) Handbuch der physiologischen Optik / H. Helmholtz
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ANATOMISCH!-: BKSCHRKIBINH liCS Al'HKS.

§ 3.

Hie Bcobachtungsmethode war nun folgende: .1 (Fig. 9 ) ist das Angc, an welchem dieMessung vorgenommen werden soll; es sicht durch die Ordnung eines Schirms, um seine

Lage annähernd festzustellen.

ln einiger Entfernung von ihmbefindet sich eine horizontaleScale C D. Denkt man siehvom Auge A ein Lotli auf dieScale gefällt, so befindet sichan dessen Fusspunkte II einSchirm mit einer kleinen Oeff-nung, hinter der eine Lampen-flamme steht, deren Licht durchdie Oelfnnng auf das Ange fällt,und von der Hornhaut gespie-gelt wird, Ilei F befindet sichein verschiebbares Zeichen,welches als Gesichtspunktdient. Bei <1, und C. 2 sind dieStellungen angedeutet, die mandem Ophthalmometer nach ein-ander giebt. beide gleichwcitvon II entfernt. Für die drei

C

m-B

l'iy. 9.

Fasse des Fernrohrs macht man Marken auf dem Tische, da die Stellung des Fernrohrs während

des Versuchs gewechselt wird. Das Auge A wird nun angewiesen, fortdauernd nach demZeichen F hinzusehen und allen Bewegungen desselben zu folgen. Der Beobachter, welcherzuerst von C, aus beobachten möge, dreht die Glasplatten des Ophthalmometers so weit, bisvon den Doppelbildern des hellen Pünktchens auf der Hornhaut das eine mit dem einen Pupillar-rande zusannnentrilft. Trifft daun das andere nicht gleichzeitig auf den anderen Band, soverschiebt er «las Zeichen F so lange an der Scale, bis dies der Fall ist, und merkt den Theil-strich der Scale, wo F steht. Dasselbe Verfahren wird wiederholt bei der zweiten Stellungdes Ophthalmometers in C 2 .

Die Länge i«t in Scalentheilen zu messen; daraus ist der NVinkel FAß zu finden.

= lang. l_ FA II.

Ist A II die grosse A xt des Hornhautcllipsoides und der Winkel FA II schon bekannt, so ergiebtsieh daraus HAH. welchen Winkel man braucht, um die Lage des Spiegelbildes der Hornhautzu bestimmen. Ebenso bestimmt man den Winkel C, All. welcher die Richtung bestimmt,in welcher der Beoharhter in das Auge gesehen hat. Der Mittelpunkt der scheinbaren Pupille(d. h. wie diese durch die Hornhaut erscheint) liegt dann also in einer mit G, A parallelenLinie, welche durch <en scheinbaren Ort des Hornhautbildchens gelegt ist.

Wie aus der scheinbaren Lage des Mittelpunktes der Pupille seine wirkliche Lage be-rechnet werden kann, wird sich in §. 9 und 10 ergeben

Die Resultate für die drei Augen, für deren Hornhäute ich die Abmessungen mit demOphthalmometer hestinmt habe, waren folgende :

| 0. II. | B. I>. J. II.

Abstand der PupillaHiene vom Scheitel der HornhautAbstand des Mittelpmktes der Pupille von der Horn-

hautaxe nach der N'asenseite

3,485 3,042

scheinbar

wirklich

scheinbar

0,037 0.389

wirklich 1 0.032 0,333

1 Hei.mholtz In Graeh's Archiv für Ophthalmologie. Hil. I. Ablli. i. S. 3t.