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Netzhaut nicht grösser als das Zerstreimiigsbild der Linse C sein, welches selbeZerstreuungsbild auch, wie wir in VI gezeigt haben, dem Gesichtsfelde des Beobachtersentspricht. Dies Zerstreuungsbild wird in allen Theilen sein Maximum der Heilig-
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Fig. 95.
keit haben, wenn von jedem Theil der Linse C Licht auf jeden Tlieil der Pupillefallt. Diese Bedingung wird erfüllt sein, wenn die Pupille des beobachteten Augesgleich oder kleiner als das Bild ist, welches die Linse C in der Nähe der Pupillevon dem Spiegel S S (oder der Linse L) entwirft, und von jedem Punkte diesesSpiegels , mit nothwendiger Ausnahme der mittleren Durchbohrung, Licht auf jedenTheil der Linse C fällt. Das Letztere wird aber wiederum geschehen, wenn dieLinse C an dem Orte steht, wo der Spiegel das Bild der Lampenllammc D entwirft,und die Linse gleich oder kleiner als dieses Bild ist.
Um ein Beispiel solcher Construction zu geben, wollen wir aimehnicn, man verlangevon dem Augenspiegel eine viermalige Vergrösserung und gebe dem entsprechend der Linse Ceine Brennweite von 60 Mm. und eine Apertur von 30 Mm. Der Spiegel, welcher ein durch-bohrter Convexspiege! sein möge, muss so weit von dem Orte des Bildes d entfernt sein,dass der Beobachter sein Auge für das Bild accommodiren kann, also etwa 180 Mm. Dannsteht der Spiegel S von der Linse C 2IO Mm. ab. Nach der Gleichung §. 9 Nr. 14b) wirdsein von der Linse entworfenes Bild = 6 % 50 = s / 5 seiner eigenen Grösse sein. Da nun seinBild der Pupille des beobachteten Auges gleich sein soll, und diese bei künstlicher Erweiterungbis auf 10 Mm. Durchmesser kommen kann, so müssen wir dem Spiegel 28 Mm. Durch-messer geben.
Die Brennweite, welche wir dem Spiegel geben müssen, bestimmt sich nun durch dieBedingung, dass er ein Bild der Lampenflamme entwerfen muss, welches die Linse C deckt.Die flamme grösserer AaGAXD’scher Brenner hat etwa 15 Mm. Durchmesser. Setzen wir in§. 9 Gleichung 14b) für ß, den Durchmesser der Linse C 30 Mm., für ß 2 den Durchmesserder Lampenflamme 15 Mm., für (] die Entfernung CS gleich 210 Mm., so wird die Brenn-weite F des Spiegels gefunden gleich 70 Mm., und die Lampenflamme muss 105 Mm. vomSpiegel entfernt sein.
Wenn man nicht einen Concavspiegel, sondern einen ebenen Spiegel und eine convexeGlaslinse wie in Fiy. 03 anwenden will, muss man statt der Entfernung des Spiegels von derLinse C in der Rechnung die Summe der Entfernungen der beiden Linsen L und C von derMitte des Spiegels nehmen.