§. 16.
THEORIE DER AUGENSPIEGEL.
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Licht nur die Helligkeit // (1—a). Der Querschnitt des Strahlenbündels, welchesvon a ausgeht, ist, da wo es auf ü fällt, jetzt
(h — 9) -
J
/j 2
Da nur der Theil a des Lichts durch die Platten hindurchgeht, so wird diescheinbare Helligkeit für den Beobachter :
//
a (I — a)
J- (*-<?)»
n ■ /i 2
Dieser. Ausdruck erreichtund wird
auch in diesem Falle ein Maximum, wenn a gleich l /„ ist,
V* n ■
J- 0 l — 9 ) 2
R ■ h? ’
so lange
J (h — fj ) 2
/i 2
Diese Bedingung wird bei normalen Augen in der Regel erfüllt sein, da die Pupille Jdes von einer grossen Lichtmenge getroffenen Auges A in der Regel enger seinwird als die Pupille R des Beobachters. Nur hei der künstlichen Erweiterung derPupille J durch Atropin wird es nicht der Fall sein, und dann wird die scheinbareHelligkeit einfach gleich y 4 //. Im letzteren Falle ist die Beobachtung mit einemdurchbohrten Spiegel vortheilhafler, denn dort gilt der gegebene Ausdruck für dieHelligkeit, so lange
I» < « ■ J{h -^
/( 2
und
i/
/2 •
Wenn man normale Augen ohne Anwendung von Atropin untersucht, so würdemau mittels beider Arten der Beleuchtung dieselbe Helligkeit erhalten können, wenndie Pupillen unbeweglich wären. Der belegte Spiegel wirft aber im Ganzen mehrLicht in das beobachtete Auge, blendet es stärker, und die Pupille verengt sichmehr, so dass unter diesen Umständen der unbelegte Spiegel ein grösseres Gesichts-feld und eine grössere Helligkeit geben kann. Ausserdem beleuchtet er die geseheneNetzhautfläche gleichmässig, während beim durchbohrten Spiegel das Zerstreuungs-bild. der Durchbohrung die Beleuchtumg ungleichmässig macht. Endlich ist der Horn-hautreflex bei dem unbelegten Spiegel weniger störend, weil das vom Spiegelrellectirte Licht mehr oder weniger polarisirt ist, und von der Hornhaut ohneAenderung seiner Polarisation zurückgeworfen nur zu einem sehr kleinen Theiledurch die Platten zurückgeht.
Damit der unbelegte Spiegel die Hälfte des auffallenden Lichts zurückwerfe,kann man ihn entweder aus einer Glasplatte bestehen lassen, oder aus mehrereniibereinandergelegten, muss aber den Einfallswinkel der ydlcctirten Lichtstrahlen dannpassend wählen. Der passende Einfallswinkel für
eine Platte ist 70°drei Platten ,, 60 0vier Platten ,, 36 °.
Formen der Augenspiegel.
I) Augenspiegel von Helmholtz, mit reflectirenden Glasplatten und Concavlinsen.Es ist dieser Augenspiegel auf Taf. III. Fig. 1 im Querschnitt und natürlicher Grösse, ebendaFiij. 2 von vorn gesehen in halber Grösse dargestellt, mit einer Modification der ursprünglichen