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[3] (1802) Aerometrische Geräthschaften / von Christian Heinrich Theodor Schreger
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364
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I. Elektrische, oder KnalUuftpistolen etc.

i) Volta's elektrische Pistole.

Ein starkes Rohr ursprünglich von Glas, besservon Metall, an dessen innerer Seite gegen das untereEnde ein kleiner Stanniolstreifen zum Theil befesti-get , das übrige aber nach aussen umgeschlagen isc.In eben diesem Ende steckt ein in eine engere Röhregekütteter Drath fest und unbeweglich. Sein inneresEndstück krümmt sich gegen den Stanniolstreifen, anseinem äusseru ist ein Metallknopf. Um die Pistolezu laden, bringt man ihre obere Mündung genau andie Oeffnung einer mit Wasserstoffgas gefüllten Flasche.Sobald sich genug von diesem mit der gemeinen Luftim Rohre verbunden hat, so schliesst man augenblick-lich dieses und die Flasche mit Kork , fasst die gela-dene Pistole mit der Hand am untern Theile, und be-rührt zugleich den Stanniol. Der Funken, den mandurch den Knopf so leitet, dass er zwischen den in-nern Drath und den Stanniol durchgeht, entzündetdas Gasgemenge im Rohre, durch dessen Explosionder Kork auf eine beträchtliche Weite fortgetriebenwird. Die schon von IVatson und Notlet ge-machte Entdeckung der Entzündbarkeit brennbarerDünste durch den elektrischen Funken kleidete Voltazuerst in diese Form; nur ist das Glas zum Gebrauchunsicher, zumal da eine blos willkührliche Quantitätvon Wasserstoffgas und atmosphärischer Luft hierangewendet wird.

Cavallo von d. verschiedenen Gattungen der Lüftete.

Tab. II. Fig, 18. Weber Fig. 27.