14 Einleitung.
Umlaufszeiken und mehr andere Umstände, erfordern für jedeneine eigene und besondere Haushaltung, Körper von ganz andrerBeschaffenheit, u. m.; aber zu bestimmen, worin dieser Unter-scheid aufleben Weltkörper bestehe, das ist über unfern Gesichts-kreis. Wir kennen nicht einmal die mirroscopifchen Welken, oderdie kleinen, blossen Augen unsichtbare Thierlein, welche sich umuns aufhalten, wie muß denn wohl unsere Kenntniß von den Be-wohnern der Weltkörper beschaffen seyn, wovon wir auch nichteinmal durch die besten Sehrohre die wahre Figur erforschen können.
Wenn man dies alles erwäget, so kann man des SchöpfersAllmacht, Güte, Fürsorge und unendliche Weisheit nicht ver-kennen.
Herr, wie sind deine Werke so groß und viel.
Du hast sie alle weislich geordnet.
Und die Erde ist voll deiner Güter ^).
Ach habe in dem folgenden einen Versuch gemacht, die gewöhn-lichste Beschaffenheit der Erdrinde und der darauf befindlichenKörper zu beschreiben. Wer den Umfang der Materie, ihreMannigfaltigkeit und Schwürigkeit kennet, wird die darin etwavorkommenden Mängel geneigt übersehen. Die erste Austagedieses Werks, welche 1766 die Presse verließ, hak sowohl inner-halb als ausserhalb Reichs grösser,, Beyfall erhalten, als ich ent-weder vermuthen können oder sich für mich schicken würde, hieranzuführen, aber dies ist für mich indessen eine kräftige Aufmun-terung gewesen, und wird es ferner seyn, nach äussersten Vermö-gen an dessen Verbesserung zu arbeiten. Ich habe auch vieleZusähe zu allen Uebersehungen geschickt, deren Verfasser mir da-von Nachricht zu geben beliebet haben. So unvollkommen esübrigens auch ausgefallen seyn mag, so hat es mir nichts desto-weniger mehr Mühe gekostet, als daß ich es dabey bewenden las-sen sollte. Wenn Krankheit und andere Umstände nicht unüber-steigliche Hindernisse in den Weg legen, so hoffe ich, diese Arbeiteinmal einigermaßen vollständig herauszugeben.
Äch
kk. 104, V. 24.