2Z6 Zwote Abtheil. Sechstes Capitel.
Golde oder Silber hoben. Muscheln von Zinnober und mit sel-bigem Erz gefüllt, sind zwar selten, doch zuweilen gefunden ").
Türkiffe enthalten Kupfer in Kalkgestalt. Bey Eisleben,Manöfeld, Osterode und anderwärts findet man Kupferkies inversteinerten Fischen. Ich habe schon der versteinerten Muschelnim Magneten von Iarlsberg in Norwegen erwähnet, und sie ver-dienen eine genauere Beschreibung. In der Stuffe von ungefähr8 Cubickfuß, welche in der Akademischen Sammlung zu Upsal ist,bestehet das meiste aus einem schwarzen magnetischen Eisenerz mitNieren und Adern, theils von Kupferkies theils von grober,grauer, eisenhaltiger Thonerde, welche ziemlich hart ist. Vondieser letzter» sind Versteinerungen, welche der Anomia lacunosagleichen, doch scheinet nichts von der Schale übriggeblieben zuseyn, sondern sie sind mit Kupferkies mehr oder weniger theilsüberzogen theils durchgesetzt.
Bey Blankenburg findet man Pectiniten, Turbiniten, En-trochicen u. m. von Eisenerz.
Die Schalen sind übrigens entweder leer, oder mit der Ma-terie der Schicht, Crystalten, Feuerstein, Kies, Schneckenstü-cken u. m. gefüllt. Wenn die Ausfüllung von anderer Art ist,als die Schicht, welche sie enthält, so ist solches ein Merkmal,daß diese Schnecken von einem andern Bette verrückt worden.Zuweilen findet man bloß ihre Kerne. Wenn dieselben von derSchichtmaterie.sind, so findet man darin gemeiniglich Abdrückevon den Schalen, aber sonst nicht.
§. 6i.
Man trifft auch in den Erdschichten allerhand Gewächseuud deren Theile eingepackt. Zuweilen findet man nichts,als lauter Abdrücke von denselben. So hat man Holz von man-cherley Art gefunden, als Palmen, Aloe, Buchen, Eichen,Fichten, Tannen, Haseln, Wacholder, Maulbeerbäume, Lin-
den
S. mineralogische Belustignngen B.--i.