L74 ZwoLe AbLheil. Siebentes Capitel.
schnitten worden, sind mit einem weissen körnigten Steine ausge-füllt, der 2 bis z Linien über die Obersiäche der Wand hervor-stehet *).
Auf Candia und den übrigen Inseln des Archipelagus isteine grosse Menge solcher Holen. Die Insel AttNparus hateine, welche gewölbt und über 20 Schritt weit ist, woraus manzu einer dunkeln Oefnung hinabsteiget, die durch abhängige Gan-ge und mit Hülfe von Treppen zu einer Tiefe von mehr als ZooFaden führet, woselbst man eine sehr grosse Hole erreicht, derenBoden mit allerhand Stcinfiguren bedeckt ist.
Ararat, die azorischen, canarischen, grünen Inseln,die Cordiileras-Berge und viel mehrere Stellen, haben derglei-chen Holen. Ja die indianischen Inseln, besonders die molu-chischen, scheinen auf einem solchen Gewölbe zu stehen. AufIsland ist eine Sm'thmilen genannt, 8Z9 Faden lang mit ver.schiedenen Quergängen an den, Seiten. Die Wände sind glasirtund Tropfstein von Lava hängt vom Gewölbe herab. Die HöheIst Z4 bis z6 Fuß, und die Breite ;o bis 54. Ragnahcllier undandre sind kleiner aber von selbiger Beschaffenheit. Man findetdaselbst auch verschiedene in Sandstein ^), aber die Gränzen die-ser Arbeit verstatten nicht, mehrere zu beschreiben.
§. 66 .
Wenn wir nun die fürnehmste Umstände sammeln, welchedie unterirrdischen Hölen begleiten, so findet man
r. daß
L) Tournefort sagt weder, worausdie Steinwände bestehen,noch was voreine Art die geschnittene Nahmen aus-füllet. Glaublich ist der Stein talkar-tig, und die Ausfüllung Kalkspat. Erglaubt, daß die Gänge selbst von derNatur angefangen, und von der Kunstausgeführet worden. Daß hier einSteinbruch gewesen seyn sollte, ist inAnsehung der Beschaffenheit der Gän-ge nicht glaublich, welche in den Gru-
ben ganz anders gemacht werden. Aus-serdem wäre die Aufförderung sehrschwer gewesen. Die Ueberbleibsel vomWagenzeuge, welche Bellonius ge-funden,sind ehe Ueberbleibsel von nach-herigem Zuthun der Kunst in diesenGängen. S. Irleiü.äel'Acaä. äeka-ris, i/or.
y Eggert Olafsenö Reise durchIsland.