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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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21
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erhob es feierlich zum Consul und Hohenpriester. Aus jenenZeiten wird in Italien vorzugsweise die Pferderace in Etrurien gerühmt, ferner diejenige von Sardinien , später die von Venedig und Sicilien. Auch die Pferde aus den spanischen, der Römer-herrschaft unterworfenen Provinzen werden gelobt.

Unter den altem Völkerschaften, die sich auf Pferdezuchtlegten und eine bedeutende Reiterei ins Feld stellen konnten,nennen uns gleichzeitige Schriftsteller die Parther als treffliche undkühne Reiter auf gewandten Thieren, die im Fliehen fochten undihren Feinden sehr gefährlich waren; die Hunnen, gleichfalls alsgeübte Reiter auf dauerhaften Pferden; die Armenier, welche dieberühmte nicäische Race züchteten; die Scythen, die Meder, dieSarmaten, welche Pferde schlachteten und verzehrten, die Numi-dier, Mauritanier, Libyer und andere Völker in Afrika und inAsien mehr. Bekannt ist die furchtbare numidische Reiterei als derSchrecken der römischen Legionen; und nachmals, als der kühneMassinissa sich mit ihnen verbündete, als die trefflichste Reiterei inden römischen Heeren. Von dieser trefflichen numidischen Racestammen die heutigen Berberrosse ab, die zwar mit arabischemBlut gekreuzt sein mögen, in vielen Stücken jedoch den altennumidischen Pferden, wie uns dieselben römische Geschicht-schreiber beschreiben, vollkommen gleichen. Die numidischenReiter führten in der Regel Jeder zwei Pferde ins Feld, um sich,wenn das eine ermüdet, verwundet oder getödtet war, des andernbedienen zu können; sie ritten ohne Sattel und meist ohne Kopf-bedeckung; ihre Thiere sollen sehr fügsam, muthig und starkgewesen und von den Reitern mit der grössten Kühnheit undGeschicklichkeit geführt worden sein.

Was wir aus den zerstreuten Andeutungen älterer Schrift-steller über die Pferdezucht im nördlichen Europa in früherer Zeit