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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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würde er am zweckmässigsten turkomanische'Pferde wählen, unterdenen er viele fände, die den englischen Kutsch- und Halbblut-pferden, was Grösse, Bau, Knochenstärke betrifft, gleichen. Dieedelsten Thiere in Turkomanien stehen jedoch in hohem Preise,man muss für solche 2—4000 Gulden bezahlen.

Die tartarischen Pferde, deren es in den ausgedehntenEbenen der Tartarei eine grosse Menge gibt, theils wilde, dieeingefangen und mit vieler Mühe gezähmt werden, theils zahme,die mit einiger Sorgfalt gezüchtet und gepflegt werden — sindklein, mit dickem Kopfe und Halse, langen, spitzigen Ohren, star-kem Leibe, breiter Croupe und starken Beinen. Die Bauart istsonach nicht gefällig, die Eigenschaften dieser kleinen Pferde sindaber dafür ausgezeichnet. Sie sind kräftig, schnell und ausdauernd,sehr feurig und mutliig und für leichte Reiterei vortrefflich. Esgibt neben diesem kleinen Schlage, den man den wilden nennendarf, einen grösseren und edleren, den die wohlhabenderen Tartarenvermittelst einer Kreuzung mit arabischem Blute züchten. Unterdieser Race finden sich schöne, treffliche Thiere, die hochgeschätztwerden; die andere, die wilde, achtet man dagegen geringe. DieTartaren essen Pferdefleisch ■— ein Fohlen gilt ihnen als dergrösste Leckerbissen — und schlachten viele Pferde, die alt oderfehlerhaft sind, wie sie auch aus Pferdemilch Käse und ein be-rauschendes Getränk bereiten.

Die Pferde der Bucharei zerfallen in zwei ganz von ein-ander verschiedene Schläge, der eine, der gewöhnliche und klei-nere, gleicht völlig dem tartarischen, von dem er stammt, derandere, grössere, schönere und edlere, geniesst einer sorgfältigenZüchtung und Behandlung und ist mit fremdem, namentlich mitarabischem Blute vermischt, welches sich von der Herrschaft der