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Raube leben, keine festen Wohnplälze haben, ein acht nomadi-sches Leben führen und mit dem Namen Beduinen-Araberoder blos Beduinen (d. h. Kinder der Wüste) bezeichnetwerden. Die letzteren sind roher und wilder als die ersteren,welche häufiger mit Fremden in Berührung kommen und ihresYortheils halber zuvorkommender und umgänglicher sind: allejedoch hegen gegen Fremde grosses Misstrauen, verachten alleNationen ausser der ihrigen, halten Betrug, Beraubung und selbstTodtschlag gegen Andersgläubige, Feinde und gegen Fremdeerlaubt, sind schlau, verstellungsfähig, fanatisch und abergläubisch,ohne religiös zu sein, und hängen treu und fest an ihren altenSillen und Gebräuchen. Mit der gerühmten Gastfreiheit der Araberund Beduinen soll es auch nicht ganz so beschaffen sein, wieman oft rühmen gehört. In seinem Zelte übt der WüstenbewohnerGastfreundschaft, so weit er solche bei seiner Armuth üben kann;er macht sich aber auch kein Gewissen daraus, den Gast imnächsten Hinterhalte auszuplündern, und, wenn er Widerstandfindet und er der Stärkere ist, ihn zu tödten. Selbst unter sichsind sowohl Araber als auch Beduinen unehrlich und betrügerisch;sie sind überhaupt ein moralisch gesunkenes Volk, arbeitscheu,wollüstig, hinterlistig, ohne Treu und Glauben. Die frühereTapferkeit, Frömmigkeit und die gute alte Sitte sind fast gänzlichgeschwunden; mässig ist der Sohn der Wüste zwar noch, zumGegentheil bietet sich ihm aber auch nur selten die Gelegenheitdar, und ist diess der Fall, so opfert er auch diese letzte Tugend,die ihm noch geblieben. Im Verkehr mit Fremden erlaubt sichder Araber wie der Beduine jede Art des Betrugs, er schwörtund bringt Zeugen bei, um Falsches zu behaupten, und betrügtauf jede mögliche Art. Bei dem Pferdehandel muss man sichvorzugsweise in Acht nehmen und darf überhaupt diesem gesun-