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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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wo der Boden zu steril, das Clima zu heiss, der Mangel anFutter und Wasser zu drückend ist, hält man keine Pferde, son-dern nur das genügsamere Kameel. Auch Rindvieh findet manin solch ungünstigen Landestheilen nicht, höchstens einige halb-verhungerte Schafe und Ziegen neben dem Ivameel und demEsel. In fruchtbareren Gegenden züchtet man dagegen Pferdeund Rinder, beide Thiergattungen aber sind im Yerhällniss zurGrösse des Landes und der Einwohnerzahl nur in sehr geringerMenge vorhanden. Der Beduine besitzt eine Stute und vielleichtnoch einige Fohlen, Viele bringen es nicht einmal so weit undbegnügen sich mit einem Antheile an einer Stute, so dass eshäufig vorkoinmt, dass zwei, drei und selbst vier Beduinen aneiner einzigen Stute Tlieil haben. Wer die Stute füttert, benütztsie in diesem Falle auch; der Gewinnst aus den Fohlen wirdgelheilt, oder die verschiedenen Besitzer haben den Nutzen vondem Gemeingute so stipulirt, dass Dieser oder Jener mit einemFohlen abgefunden wird, und Einer dann iin völligen Besitze derStute bleibt. Schon hieraus ersieht man, dass die Pferde imAllgemeinen nicht so häufig sein können, theils weil sie schwerzu erhalten sind, theils weil rein gezüchtete, edle Pferde seltenund sehr kostbar sind. Nur die Schecks und die wenigen Wohl-habenden halten mehr Pferde, aber immer in beschränkter Zahl,und diess Verhältniss soll sich in neueren Zeilen noch ungünstigergestaltet haben, als früher, indem sich die Zahl der Pferde über-haupt, wie die der edleren insbesondere, durch anhaltende Feind-schaft unter den verschiedenen Stämmen, durch Kriege, z. B. derWechabiten (Wahaby) mit Mehemed Ali, durch Tyrannei derLandesfürslen und die Unsicherheit des Besitzes mehr und mehrvermindert. Desshalb darf man indessen nicht befürchten, dassdie edle arabische Race nicht mehr vorhanden sei, und dass man