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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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65
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gegenwärtig- nicht noch eben so treffliche Thiere fände, als vorfünfzig und hundert und mehr Jahren: der Beduinen-Araber hältund züchtet nur reines Blut, er verachtet jede Mischrace, undverschmäht jede fremde Kreuzung, selbst wenn aus ihr die schön-sten und tauglichsten Thiere hervorgingen.

Es ist eine schwierige Aufgabe, die Zahl der Pferde imgesammten Arabien zu bestimmen. Man kennt das Innere desLandes und viele Provinzen zu wenig, der Bestand der Pferdeist vielen Schwankungen unterworfen, und endlich hat man be-sonders das in Anschlag zu bringen, ob man alle in Arabienbefindlichen Thiere rechnen will, oder nur die edlen. Letzteresthaten wohl diejenigen, welche behaupteten, in ganz Arabiengebe es nur gegen 6000 Pferde! Andere geben die Zahl der-selben auf 50,000 an, und diess ist ebenfalls eine sehr geringeZiffer, denn in diesem Falle käme auf eine Quadratmeile nur einPferd. Es lässt sich zwar nicht leugnen, dass die Pferdemengein Arabien im Yerhällniss zur Grösse des Landes und zur Zahlder Bewohner sehr gering ist, und aus den angegebenen Ursachennur gering sein kann; dass sie aber nur jenen Betrag erreiche,ist kaum glaublich, zumal wenn man mit Gewissheit vernimmt,dass der Stamm Aenese allein 10,000 Pferde besitze. Und wiedieser Stamm, so haben mehrere der bedeutenden einen ähnlichgrossen, wenn auch nicht so bedeutenden Bestand an Pferden.Die Annahme von 50,000 Pferden in ganz Arabien scheint daherfast zu gering, obwohl hierbei zu bemerken ist, dass die Zahlder arabischen Pferde, die von Beduiuen-Arabern in Syrien, Me-sopotamien, Irak -Arabi u. s. w. ausserhalb Arabiens gehalten undgezüchtet werden, das Doppelte beträgt, sonach die Totalsummeder ächten arabischen Pferde, obwohl nicht durchgängig von derreinsten und edelsten Race, sich auf 150,000 beliefe.

Das orientalische Pferd. 5