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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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der Brauch ist, behandelt werde, — ist mindestens nicht allgemeindurchzuführen und mag nur in den seltensten Fällen begründetsein; denn der Beduine kennt ohnehin die Raccn seines Landesgenau, und wird sich durch schriftliche Documente, die er nichtzu entziffern versteht, nicht bestechen lassen. Schlaue Pferde-züchter oder Betrüger, meist nur Zwischenhändler, werden alsoder grossen Mehrzahl nach solche Stammbäume und Certificatefür leichtgläubige Fremde verfertigen lassen.

Nichts desto weniger steht es fest, dass es unter der arabi-schen Race, die in mehreren Ländern, in so verschiedenen Pro-vinzen und unter so verschiedenen Verhältnissen gezüchtet wird,mehrere Arten gibt, die mehr oder weniger von einander ab-weichen , und theils besser, theils schlechter sind. Obenan stehendie edlen Pferde, die Nedschdis und Ko heil ans (oder Ivoh-lans, Köchlanis, oder wie sie sonst mit geringen Abweichungengenannt werden); sie zerfallen wieder in viele Geschlechter.Diese edle Race (Vollblut) ist viele Jahrhunderte lang in sichrein und unvermischt fortgezüchtet worden, wodurch sie nungrosse Constanz und viele charactcristische Eigenthümlichkeitenin Gestalt und Bildung und viele Vorzüge sich nicht nur erwor-ben, sondern auch erhalten hat — Eigenschaften, wodurch sieauf höchst vortheilhafte Weise vor allen andern Raccn und Ge-schlechtern ausgezeichnet sind. Man wählte ohne Ausnahme zurZucht nicht nur das reinste Blut, sondern sali auch auf die Lei-stungsfähigkeit der Eltern, und wenn man hie und da selbst aufSchönheit und unbedeutende Mängel nicht Rücksicht nahm, sothat man diess doch gewiss mit grosser Strenge nie in Hinsichtauf die Tüchtigkeit und das reine Blut. Sonach darf man mitFug und Recht annehmen, dass diese Thiere noch eben so rein,eben so edel sind, als sie es je waren; denn die Araber und

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