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neapolitanischen Schlag 1 für die s. g. spanische Reitschule nochimmer rein fort, indem man behauptet, dass derselbe sich ambesten für die Schulbahn eigne.
Es ist nicht zu leugnen, dass in Oesterreich nach Beendigungder langen, kostspieligen und anfänglich so unglücklich geführtenKriege o'eoen Frankreich , von Seiten der Regierung, wie derbegüterten Privaten, sehr viel für die Verbesserung der Pferde-zucht geschehen ist, leider nur nicht immer nach den bewährtesten,den Localitäten und sonstigen Verhältnissen angemessensten Prin-cipicn. Man schwankte oft in den zu befolgenden Systemen, zogbald diese, bald jene Race, bald die orientalische oder englische,bald die spanische oder italienische zur Vervollkommnung derinländischen vor und gelangte sonach, wie natürlich, zu keinembefriedigenden Resultate. Unerachtet dessen verdanken wir einemösterreichischen Pferdekenner, Wollstein , der zu Ende des ver-flossenen Jahrhunderts lebte und dessen Ansichten und Lehrensein Schüler Jusünus noch mehr ausführtc und verbreitete, dieAufstellung eines neuen zweckmässigen Systems der Pferdezucht,das den früher befolgten ganz entgegengesetzt ist. Wöllstein bewies, wie sehr in Deutschland die Pferdezucht durch das Stre-ben, recht buntfarbige, auffallende Thicre zu züchten und durchdas Büflon’sche Krcuzungssyslcm gesunken sei. Er schlägt dess-halb eine reine Inzucht in derselben Race vor, und verwirft dieunsicheren Kreuzungen, er verlangt also Hengste und Stuten der-selben Race zur Begründung einer neuen. Nur das Blut (derSamen), nicht China und Localitäten seien in Betracht zu ziehen,bei verständiger "Wartung und Fütterung könne das Pferd überallgedeihen u. s. w. So erspriesslich Wollstein’s Ankämpfen gegendie Sitte, recht bunte und auffallende Pferde zu züchten, wiegegen die sinnlosen Kreuzungen der heterogensten Racen war,
Das orientalische Pferd, Q